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Ausstellung »Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos«

Seit dem 23. Juni befindet sich für drei Wochen die Ausstellung »Weltreligionen –Weltfrieden – Weltethos« der Stiftung Weltethos am Albertus-Magnus-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler der Religions- und Ethikklassen begeben sich in diesen Wochen in großer Zahl auf die faszinierende Spurensuche der Weltreligionen und erkunden deren Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten. Dabei stellen sie voller Neugier und Offenheit ihre Fragen zu den Weltreligionen, diskutieren rege verschiedene Themenbereiche und verstehen die Relevanz der Religionen für die heutige Gesellschaft.

 

2014 07 08 weltethos

 

Zentral ist in diesem Zusammenhang die "Weltethos-Idee". Weltethos, das ist ein Grundkonsens elementarer verbindender Werte, Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen. Die Schüler erfahren, dass in einer globalisierten Welt, die von Weltpolitik, Weltwirtschaft und Welttechnologie geprägt ist, insbesondere ein Weltethos vonnöten ist. Der Tübinger Theologe Prof. Hans Küng rief das Projekt, das auf seinem Buch »Projekt Weltethos« basiert im Jahre 1990 ins Leben.

Küng fordert die Bewusstmachung dieser Handlungsgrundsätze, die in allen philosophischen und ethischen Traditionen zu finden sind.  Daher legen die Schüler einen besonderen Fokus auf die Kernelemente der "Erklärung zum Weltethos": Engagiert diskutieren sie u.a. die Bedeutung des Prinzips Menschlichkeit, der »Goldenen Regel«, der Verpflichtung auf Gewaltlosigkeit und der Partnerschaft von Mann und Frau - insbesondere auch in Wirtschaft und Politik.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Dialog der Religionen und Kulturen, dass friedliches Zusammenleben von der Einhaltung von übergreifenden Regeln abhängt. Dabei erfahren sie die gemeinsamen und verbindenden Elemente aller Religionen und Traditionen, die auch in unserer heutigen Gesellschaft unumgänglich sind.