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Schüler des AMG bauten Kleinplanetarium

2013 03 11 kleinplanetrium klammerNach dreijähriger Planungs- und Bauzeit wurde das am Albertus-Magnus-Gymnasium entwickelte und einzigartige Kleinplanetarium in einer Einweihungsfeier seiner Nutzung übergeben. Mit diesem Kleinplanetarium gelingt es, bei astronomischen Lehrgängen und im Unterricht die Bewegungsvorgänge am Himmel zeitgenau zu simulieren und zu veranschaulichen. Im Rahmen des „Mikro-Makro-Wettbewerbs“ wurde das Schülerprojekt von der Landesstiftung Baden-Württemberg für innovativ und förderungswürdig angesehen und die Realisierung der Idee finanziell unterstützt.

 

2013 03 11 kleinplanetrium 01Die Astronomie nimmt am Albertus-Magnus-Gymnasium Ettlingen sowohl im Fach "Naturwissenschaft und Technik" als auch im Kursstufenunterricht schon lange eine wichtige Rolle ein. Das neue Kleinplanetarium schließt als Gerät eine methodische Lücke in der Didaktik des Astronomieunterrichts. Bisher konnte der Anblick des Sternhimmels und die Bewegung von Sonne und Planeten nur anhand der kleinen drehbaren, zweidimensionalen Sternkarten erläutert werden. Der Besuch eines Großplanetariums in Mannheim oder Stuttgart ist für die Kursschüler aus Zeit- und Kostengründen meist nur einmal möglich. Mit dem jetzt entwickelten Modell können beliebige astronomische Konstellation zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort der Erde dargestellt werden. Kernstück ist dabei ein selbst gestalteter Himmelsglobus, der durch Schrittmotoren in zwei Achsen drehbar ist, und bei dem Sonne und Planeten mittels LEDs dargestellt werden. Einen großen zeitlichen Aufwand erforderte neben dem grafischen Gestalten der Kugel die Entwicklung der benötigten Software. Rechnergesteuert wird die Kugel positioniert und die LEDs werden so angesteuert, dass Echtzeitbetrieb oder beliebige Vorgaben realisierbar sind. Vorprogrammierte Simulationen lassen bestimmte astronomische Abläufe besser verstehen. Insgesamt drei Schülerjahrgänge arbeiteten mit sehr viel Engagement und Begeisterung an dem Projekt und investierten viele Wochenstunden trotz der parallel laufenden Abiturvorbereitung. Der Planetariumsbau ist aber auch ein hervorragendes Beispiel für die außerschulischen Kooperationen des AMG. Nur Dank der harmonischen Zusammenarbeit mit KIT, Industrie und Nachbarschule konnte das Projekt gelingen. So wurden die Edelstahlarbeiten in den Werkstätten des Instituts für Wasser und Gewässerentwicklung (KIT) durchgeführt und die grafische Gestaltung von der Firma Lettertec in Rüppur übernommen. Ohne die tatkräftige und fachkundige Hilfe des Kollegen Willi Kowalczyk von der Einstein-Schule Ettlingen hätten die komplizierten elektrotechnischen Probleme nicht bewältigen können. Der Unterricht im Fach Astronomie profitiert bereits von der besseren Anschaulichkeit der astronomischen Vorgänge. Zukünftige Arbeiten werden bereits angedacht, da das Grundmodell sich durch weitere astronomische Simulationen beliebig erweitern lässt oder auch eine maßstabsgrößere Ausführung des Prototyps denkbar wäre.