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„Petja und der Wolf“: Musiktheater von Sergej Prokofjew für die 5.-Klässler

2016 11 16 peter und der wolf klammerSchon zur Tradition geworden ist am AMG die Aufführung des musikalischen Märchens „Petja und der Wolf“ von Prokofjew für alle fünften Klassen in der Woche nach den Herbstferien. Im Theaterraum erzählten die Musiklehrer Sebastian Matz (AMG) und Dirk Bretschneider (Goethe-Gymnasium Karlsruhe) zum wiederholten Male auf der Bühne mit vielen Instrumenten die Geschichte vom bösen Wolf, der das Entlein frisst und auch die anderen Tiere bedroht, dann aber von dem mutigen Petja mit Witz und Geschick überwältigt und in den Zoo gebracht wird.

Dabei ist jeder auftretenden Figur ein eigenes Instrument mit einem bestimmten musikalischen Thema zugeordnet: Es treten auf die traurig quakende Ente (Oboe), der Großvater (Fagott), der Vogel (Flöte), der Wolf (zwei Saxophone) und  die Katze (Klarinette). Nur Petjas Auftritt wird nicht durch ein eigenes Instrument, sondern durch den Gesang der Kinder begleitet, denen die Leitmelodie des Stückes vor dem Beginn der Geschichte von den beiden Musikpädagogen beigebracht worden ist: „Petja hab keine Angst, du bist so schlau, du würdest selbst den bösen Wolf besiegen...“, ertönte es begeistert jedes Mal, wenn der Einsatz des Publikums verlangt wurde. Dazu wurde die Bühne des Theaterraums mit Kartons zur passenden Kulisse verwandelt. Jedes Tier hatte seinen eigenen Karton, auf dessen Vorderfront die Silhouette des Tieres ausgeschnitten und mit Transparenzpapier hinterklebt war und der jedes Mal, wenn das Tier seinen  Auftritt hatte,  von innen beleuchtet wurde. Welch ein Drama, als das Licht im Entenkarton am Ende plötzlich erlosch! Doch dann waren die Kinder nach dem ersten Schreck sofort mit vielen Ideen zur Stelle, wie man das Entlein nun heil aus dem Bauch des Wolfes retten könnte.

Drei  5te Klassen erlebten in drei  hintereinander stattfinden Aufführungen mitreißende Vorführungen und belohnten die Akteure, die nicht nur ihr musikalisches, sondern auch ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellten, mit donnerndem Applaus und Zugabe-Rufen.

Sebastian Matz und Dirk Brettschneider, die das 1936 ursprünglich für Sinfonieorchester und Sprecher geschriebene Stück zu einem Theaterstück für zwei Akteure bearbeitet haben und die extra für diesen Zweck neue Instrumente erlernten, ist es gelungen, ihr junges Publikum zu fesseln, das die eingängigen Melodien sicher noch lange im Ohr haben wird.

 

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