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Exkursion der 10. Klassen nach Trier am 24./25. April 2015

Tag 1:

Zur Abfahrt trafen sich die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 10, die Latein als Unterrichtsfach haben, und drei Lehrer um 8:45 Uhr am Karlsruher Hauptbahnhof. Die lange Fahrt, bei der wir oft umsteigen mussten, war mühsam, aber lohnte sich. Am frühen Nachmittag kamen wir in Trier an, der ältesten Stadt Deutschlands, die zu Ehren des Kaisers Augustus einst den Namen Augusta Treverorum trug. Nach der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer in der Jugendherberge, die sowohl freundlich und einladend eingerichtet als auch sauber waren.

Das schöne Wetter lud uns ein, die Sehenswürdigkeiten der römischen Stadt zu besichtigen. Unsere Ziele am Nachmittag waren die Porta Nigra, der Dom, die Kaiserthermen und das Amphitheater. Bei den Kaiserthermen hörten wir neben der Besichtigung auch eine GFS, die uns wertvolle Informationen lieferte, wodurch wir die Überreste der Kaiserthermen ihrer früheren Funktion zuordnen konnten.

 

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Abschließend ging es noch in den Untergrund der Thermen, wo wir die Reste der Hypocaust-Anlage bestaunten. Auch im Amphitheater interessierten wir uns nicht nur für die Arena, sondern auch für die unterirdischen Räume, und einige Schüler konnten sich in den Kampftechniken der antiken Gladiatoren versuchen. Dabei schauten die anderen gespannt zu, als einige ausprobierten, mit einem Netz den Gegner einzufangen oder mit einem geübten Gladiator Kampfszenen zu demonstrieren. Nach der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten hatten wir etwas Freizeit, bis es in der Jugendherberge Abendessen gab.

Das Essen war nicht jedermanns Geschmack, aber die Erlebnisführung in der Porta Nigra, die um 20 Uhr begann, hat den meisten sehr gut gefallen. Vor Ort erhielten wir nicht trockene Informationen zur Geschichte der Porta Nigra und ihrer Nutzung als christliche Kirche im Mittelalter, sondern das Ganze wurde uns als Schauspiel vorgeführt, das die Situation früherer Zeiten veranschaulichte. Geschickt band der Hauptdarsteller die Zuschauer mit ein und führte sie dabei durch das ehemalige Stadttor von Trier. Die Stimmung war angenehm und gelassen, und wir hatten jede Menge Spaß. Nach der Erlebnisführung bekamen wir die Möglichkeit, uns selbstständig die Stadt noch einmal anzuschauen, bevor wir gegen 22 Uhr wieder an der Jugendherberge sein mussten. Damit endete unser Abendprogramm, und ab 24 Uhr war Bett- ruhe angesagt.

Tag 2:

Nachdem wir uns alle mit dem Frühstück für den Tag gestärkt hatten, starteten wir den zweiten Tag bei leichtem Regen mit einem ausgedehnten Morgenspaziergang an der Mosel entlang zur Römerbrücke. Danach besuchten wir das Rheinische Landesmuseum, in dem wir auch eine Führung erhielten. Hier sahen wir unter anderem den „Trierer Goldschatz“, den größten erhaltenen römischen Goldschatz der Welt. Außerdem lernten wir viel über die Stadtgeschichte und nahmen durch die Ausstellung auch viele Eindrücke davon mit.

 

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Bevor wir unsere Mittagspause beliebig gestalten durften, stand noch die Besichtigung der Palastaula auf dem Programm. Diese eindrucksvolle Empfangshalle des Kaisers Konstantin blieb uns vor allem aufgrund ihrer hohen Decke in Erinnerung. Am späten Nachmittag traten wir dann die entspannte Heimreise an. Die meisten waren sehr müde, da wir alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß besucht hatten. Gegen 20 Uhr endete unsere Exkursion am Karlsruher Hauptbahnhof.

Vielen Dank an Frau Shismenu, Frau Knödler und Herrn Münsch, die diese Exkursion für uns geplant und uns begleitet haben!

Bericht: Natalie Eisele, Alina Sehrig