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'Rotkäppchen' übernachtet wegen Reifenpanne in vermeintlichem Spukschloß

Englischsprachige Aufführung des White Horse Theatres für die Unterstufe des AMGs

Emily ist mit dem Fahrrad unterwegs zu ihrer Großmutter, als sie bemerkt, dass der hintere Reifen keine Luft mehr enthält. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach einer Luftpumpe – ohne Erfolg. Zum Glück befindet sie sich in diesem Moment gerade vor einem etwas morbide anmutenden Waldhotel. Höflich fragt sie dort nach einer Luftpumpe – ebenfalls ohne Erfolg. Da die Dämmerung hereinbricht, entschließt sie sich, in dem vom Verfall geplagten Gemäuer eine Übernachtung zu buchen. Ein Fehler?! Das Personal macht alles andere als einen seriösen Eindruck: ein Vampir, ein buckeliger Koch mit hässlichen Narben, ein frankensteinähnlicher Diener, ein kopfloser Geist, ein Nachtgespenst sowie ein Werwolf. Wie bereits zu erwarten war, verläuft die Nacht ein ganz kleines bisschen turbulent. Am Ende wollen alle nur eines, besser gesagt zwei Dinge: Emilys Geldbeutel und ihr 'MOBILE PHONE'. Fast alle wollen das - bis auf einen. Der bisher als nicht überdurchschnittlich clever erscheinende Diener springt plötzlich auf und setzt sich ein Blaulicht auf den Kopf. Damit gibt er seine Tarnung als Inkognito Ermittler auf, um den kriminellen Vampir zu verhaften. Nachdem Emily als Belohnung eine Luftpumpe geschenkt bekommt, kann sie nun endlich bei schönstem Sonnenschein ihre Fahrradtour zur Großmutter fortsetzen.

 

2015 06 23 white horse theater

 

Die vier Schauspieler Eleanor Johnson, Amy Llewllyn, Jack Adair und Nathaniel Priestley zauberten als eingespieltes und wandlungsfähiges Team mit clever inszenierten Mehrfachbesetzungen eine turbulente und unterhaltsame Komödie auf die Bühne. Dabei musste auch das Publikum zum Beispiel bei der Beschaffung von dringend benötigten Gegenständen oder als Unterstützer für ratlose Bühnenfiguren aktiv mithelfen. Vokabular, das in der Unterstufe noch nicht bekannt ist, wurde durch Mimik, Gestik und vor allem viel Slapstick geschickt veranschaulicht.

Nach der Aufführung durften die Schülerinnen und Schüler das Ensemble auf Englisch interviewen, wovon sie rege Gebrauch machten. Die sympathischen native speakers mussten alle ihre Vorlieben offenlegen: Fußball, deutsches Essen, Computerspiele und vieles mehr. Auch wurden sie 'gezwungen' Worte wie 'Schnitzel' auf deutsch auszusprechen. Am liebsten hätte ihr Publikum sie gar nicht mehr von der Bühne gehen lassen wollen.