kopf_bildene_kunst

Kopf PLUS

Fensterbilder / Scheren- bzw. Messerschnitte der Kursstufe 11 (bk2) bei Frau Kieltsch

 

Die Arbeiten stehen im Kontext des aktuellen Schwerpunktthemas:

Rembrandt / Cindy Sherman - Selbstdarstellung und Verwandlung

Bei beiden Künstler ist der Kopf / das Gesicht in allen Arbeiten der Malerei (Rembrandt) und Fotografie (Cindy Sherman) elementarer Ausdrucksträger, bzw. gestalterisches und gestaltetes Element.

Aufgabenstellung: 

Die Schnitttechnik setzt eine handwerkliche Einübung voraus und erfordert Zeit und Präzision. 

Zur Fertigung des einzubindenden Motivs „Kopf“ arbeiten wir zunächst mit einer fotografischen, selbst zu wählenden Vorlage, dies kann auch ein Selbstportrait sein (DIN A4). 

Der Kopf wird in mehrere kleine und große geeignete Teilfelder untergliedert (Filzstift), welche die  Erkennbarkeit erhalten. Die Innenformen der Teilfelder werden ausgeschnitten, so dass die sie umfassenden Trennlinien (ca 3-5mm) bestehen bleiben. 

Die Scherenschnitt (Messerschnitt) - Technik entspricht einer Vorarbeit, wie man sie für professionelle Fensterbilder aus Buntglas mit Bleieinfassungen betreibt und macht ein planmäßiges Vorgehen notwendig.

Nach Einübung dieser Technik geht es an den kompositorischen Entwurf, der das Motiv „Kopf“ mit einer gewählten Umgebung (Innenraum, Außenraum, Stillleben) verknüpfen soll. Das Material hierfür ist schwarzer Karton (max. 50 x 70 cm), das Format wird selbst bestimmt.

Hierbei werden spannungsreiche Wirkungen durch Kontraste der Formen erzielt. Neben den  ausgeschnittenen Flächen sollen auch „unbearbeitete“ dunkle Flächen berücksichtigt werden, denn der Kontrast zwischen tiefschwarzer Fläche / Form und Transparenz der Buntfarben ist besonders reizvoll.

Die Farbwahl der hinterklebten Transparentpapiere muss sich nicht zwingend an einer naturalistischen Wirkung orientieren, vielmehr gilt es auch hier wirksame Kontraste anzuwenden.

 

Ich freue mich sehr über die Ergebnisse meiner Schüler und deren nicht nachlassendes Durchhaltevermögen bei einer so anspruchsvollen Arbeit. Dank an Euch !

 

im  April 2016, Karin Kieltsch